Vom „Te Deum“ bis „When the saints go marching in“ mit piano bis fortissimo
Selbst die steinernen Säulenheiligen schienen ihre
helle Freude zu haben und mit swingen zu wollen: beim vorweihnachtlichen
Konzert unserer Schule im St.-Viktor-Dom. Überfüllt wie bei der Christmette,
gebannt lauschend, was die Musiklehrer Regina Kammann und Stefan Menskes
präsentierten. Klassik-Ensemble, Chor, Vorband, Blasorchester, Big Band, viele
Solistinnen beim Vorsingen und Vorspielen. Ein Abend voller musikalischer
Köstlichkeiten, der alle „verzaubert nach Hause gehen“ ließ, so der Wunsch von
Schulseelsorger Pfarrer Oliver Paschke zu Beginn.
„Jesus
kommt, alles wird gut.“ Dieser Schluss-Satz des Dezember-Psalms von H. D. Hüsch
ließ sich besonders gut an den adventlichen und weihnachtlichen Weisen von
Klassik-Ensemble und Chor erfassen. Vom „Prelude“ aus dem Te Deum spannte sich
der Bogen über den Kanon „Salvator Mundi“ und Lieder zum Mitsingen bis „Maria
durch ein Dornwald ging“ oder „O du fröhliche, o du selige“. Besonderen Applaus
erhielten die Geschwister Anna und Sophie Heiming (10 und 11 Jahre) für ihre
Begleitung an Viola und Violine, ferner Katrin Egging für ihr Solo bei „Jesu
bleibet meine Freude“.
Von
Stefan Menskes arrangiert spielte die Vorband piano bis fortissimo, spritzig
und flott „Il est ne, le divin Enfant“ aus Frankreich, „Fröhliche Weihnacht“
aus England und „Jingle Bells“ aus den USA. Das Blasorchester steigerte die
Lautstärke mit dem „St. Antoni Choral“, „Der Heiland ist geboren“ und „Adeste
fideles“, ehe der Dom beim fortissimo der Big Band gar zu schwanken schien.
„Nutracker
Rock“, „And the angels sing“, „Feliz Navidad”, „We wish you a merry Christmas”
(einige Schülerinnen streiften sich hier rote Weihnachtsmützen über): ein
Reigen beliebter und unbekannter Melodien, mal zum Mitschnippen, mal zum
Meditieren, mal zum Mitsummen. Immer begeisternd, so dass auch nach zwei
Stunden des Musizierens nach Zugaben gerufen wurde.
Eingestimmt
wurden die Zuhörer mit einer Dia- und Video-Show über die Romreise im Oktober.
Das Banner „Marienschule Xanten grüßt Papst Benedikt“ hing unterhalb des
Lettners. Und von der Leinwand hörte man noch einmal den Heiligen Vater während
der Generalaudienz vom 15. Oktober sagen: „Besonders grüße ich die Marienschule
aus Xanten.“
Die einzige deutsche
Pilgergruppe, die der Papst persönlich begrüßte.
Eine
besondere Überraschung für die Geburtstagskinder des Tages: Hausmeister Bernd
Höptner (als Vertretung für Karl-Heinz Oymann) und Willi Fährmann (79). Noch
nie zuvor hatte eine so große Schar „Viel Glück und viel Segen“ für ihn
angestimmt. Ein Abend voller Vorweihnachtsfreude, „weil Gott in Jesus Kontakt
zu den Menschen aufnahm“ (Paschke), Stunden „wundervoller Musik“ (Schulleiter
Alfred Peil) und vieler Glanzleistungen von Schülerinnen: das vorweihnachtliche
Konzert der Marienschule.
Walter Plümpe, 18.12.2008
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