"Minstrels of Hope“ mit philippinischen Songs undWelt-Hits

in der Marienschule

Singende und swingende Botschafterinnen für eine gerechtere Welt

XANTEN. Beifall und Zugaberufe ohne Ende: 12 „Minstrels of Hope“ (Minnesängerinnen der Hoffnung) auf ihrer Tournee durch Europa zu Gast in der Marienschule. Fast zwei Stunden Programm in der Aula für die Klassen 8 bis 10. Traditionelle Songs aus den Philippinen, religiöse Lieder, Volkslieder, Hits aus aller Welt. Die Sängerinnen aus Manila: Ehemalige Straßenkinder, unterwegs für menschenwürdiges Leben von philippinischen Kindern.

            „Wir verstehen uns als singende Botschafter für eine gerechtere Welt. Mit unseren Liedern kämpfen wir gegen Armut und Unterdrückung.“ So eine „Minstrel“ im Gespräch. Und das gelang ihnen in der Marienschule überzeugend. Stimmgewaltig, phantasievoll, swingend, hinreißend. Rund 300 Schülerinnen riss es immer wieder zu Beifallstürmen hin.

            Ihre Spielplätze waren die Straßen Manilas, ihr Daheim die Slums der Großstadt, ihr Zuhause Hütten aus Wellblech und Pappe. Armut und Hoffnungslosigkeit pur. Bis die Hilfsorganisation „The Minstrels Rhythm of Hope“ ihnen in einem Internat eine Chance auf Ausbildung bot. Mit Stimmbildung und Gesang. Das Ergebnis sind regelmäßige Chor-Tourneen mit einer fernsehreifen Präsentation.

            Zwischen 19 und 25 Jahre alt, sind sie nicht nur musikalisch bewundernswert. In ihrer Heimat organisieren sie Workshops für Tanz, Theater und Gesang, dazu Alphabetisierungskurse. „Wir wollen unsere Chance mit anderen teilen, Hoffnung bringen, wo sonst nur Verzweiflung und Apathie herrscht“, begründet eine Sängerin ihr Engagement bei den Straßenkindern.

            Mit ihren spritzig dargebotenen Liedern über Träume und Hoffnungen demonstrierten sie auch, was beständige Hilfe aus Deutschland konkret bewegen kann: ein Durchbrechen des Teufelskreises aus Armut, Unwissenheit und Krankheit. So machten sie den Marienschülerinnen Mut, sich weiter für die Projekte in Lateinamerika und Zentralindien (BasisGesundheitsDienst) einzusetzen.

An dieser Stelle möchten wir uns beim Lehrer Herrn Wermke bedanken, der die Begegnung organisierte.

Nach ihrem Auftritt gab es eine vitaminreiche Stärkung in der Schulküche. Dann eine Besichtigung des Archäologischen Parks mit Partner-Schülerinnen der Klasse 10a. Am späten Nachmittag starteten wieder die zwei Kleinbusse: Proben in Bocholt für die nächsten Konzerte in den Beneluxstaaten, Frankreich, Schweiz und Österreich.

Walter Plümpe, 27.08.2009   (Fotos: W.Plümpe)

Die folgenden Bilder zeigen den philippischen Chor auf ihrer Besichtigungstour durch Xanten.

Im Dom stellten sich die Mädchen vor dem Hochaltar und sangen  stimmgewaltig das "Ave Maria" . Die Besucher des Xantener Domes werden diese spontane Aktion nicht so schnell vergessen.

(Fotos: V. Wermke)                                                                                        zurück