Hungertuch 2012

Das Hungertuch der Klasse 10 c ist im Religionsunterricht entstanden und trägt den Titel:       Liebe ist nicht nur ein Wort.

Thematisch angelehnt an und erwachsen aus der zuvor behandelten Unterrichtsreihe: Liebe, Partnerschaft, Sexualität, lädt das Hungertuch, ganz in der Tradition mittelalterlicher Tücher, zur Betrachtung des Leidens von Menschen unserer Zeit, ein.

Hungertücher sollen in ihrer eindrucksvollen Bildsprache Zeugnis von der Solidarität mit den Armen, Schwachen, Leidenden und Ausgegrenzten sein, gerade in der Fastenzeit, als „Zeit der Einsicht und inneren Einkehr“.

 Wir haben Gegensätze zum Thema Liebe erarbeitet und hauptsächlich durch Symbole und Farben bildnerisch umgesetzt. Die äußere Form, das Symbol „Herz „ ist zweigeteilt:

Die rechte Seite dunkelrot, zerbrochen, trist und erdrückend in seiner Farbgebung. Es zeigt die negativen Aspekte der Liebe, bzw. falsch verstandener Liebe, wie Gewalt, Prostitution (Zwangs-), Missbrauch, Hass, Leid, häusliche Gewalt, Zerstörung; Homosexualität als Tabu. Die Menschenkette, inspiriert durch den Geist Gottes (der Flügel, der das gesamte Herz umfassenden Taube stößt die Menschenkette an), als Zeichen der Hoffnung, versucht den Zerfall des Herzens zu verhindern.

Die Liebe findet Ausdruck in der Zuneigung, in der Liebe zum Partner (Eltern, Tiere, Schöpfung etc.) und zu Gott.

Liebe ist langmütig (gibt alles)

Liebe ist gütig (umschließt alles)

Liebe vergibt alles, erträgt alles, hofft alles duldet alles.

Die Liebe hört niemals auf.

                                                                                     nach 1. Kor 13, 4-8

 

Die linke Seite des Herzens haben wir in leuchtenden, klaren, hellen Farben gemalt.

Symbole für Partnerschaft, Ehe, Familie, Schöpfung, Gemeinschaft (Welt-) stehen für die positiven Aspekte der Liebe.

Das grell rote, volle, kraft– und energiegeladene Herz, mit sich „öffnender Rosenblüte“, als Zeichen der Hoffnung und des Glücks, für eine bessere Lebenssituation in Bezug auf unser Thema.

Der Betrachter ist aufgefordert, hinzuschauen, sich nicht abzuwenden, wo Liebe fehlt, falsch verstanden, oder gar missverstanden wird. Das Tuch ist auch ein Aufruf zur aktiven Nächsten – Liebe !!! Liebe bedeutet auch Hoffnung, Hoffnung auf Gutes…. und dass alles wieder gut wird.

Ich male in den Staub des Werktags ein neues Bild von Liebe.

Es trägt die Spuren von Gestern.

Es trägt auch die Spuren des Frühlings und die Spuren von besserer Zeit.

Werde ich das Bild behalten ?

Werde ich die Spuren des Frühlings fühlen ?

Die Spuren der Liebe ?

Ich male in den Staub des Werktags ein neues Bild von mir , von Liebe .

Hauche es an Gott, damit es lebt !

 

                                                                                       nachBernhard Lang

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