jüdisches Leben in Zeiten von Terror und Gewalt - Eva Weyl schildert bewegt ihr Leben

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1935 in Arnhem geboren, nachdem der Vater - auf der Flucht vor der Nazi-Diktatur - Kleve verlassen und sein Textilkaufhaus hat aufgeben müssen, "zog" Frau Weyl mit ihren Eltern als 6-Jährige in das niederländische Konzentrationslager Westerbork "um", jederzeit in der Gefahr, "nach Osten" deportiert zu werden. Ziel: Bergen Belsen, Buchenwald, Theresienstadt - Namen, die mit Tod, massenhafter Vernichtung, industrieller Ermordung von Juden verbunden sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausgehend von der Mahnung, dass die jugendlichen Zuhörer NICHT SCHULDIG an dem millionenfach Leid und Tod der Juden sind, allerdings zu einer BESONDEREN VERANTWORTUNG berufen sind, begleiteten die Mädchen der Klassen 10 mit ihren Geschichtslehrerinnen und -lehrern Frau Weyl durch ihr Leben als Kind in den besetzten Niederlanden, im Konzentrationslager, in dem sie "sogar noch Glück" und ihr Leben hatte.

Eva Weyl rief die Schülerinnen auf, sich der Verantwortung für ein friedliche und menschenfreundliche Zukunft zu engagieren. Zuvor hatte die stellvertretende Schülersprecherin Pauline Thyssen diese betagte und gleichzeitig Lebensfrische und so viel Positives ausstrahlende Frau freundlich begrüßt.

 

So wie die Nummerntätowierung der ehemaligen Inhaftierten in den von Deutschen kontrollierten und organisierten KZ, so darf die Erinnerung als Warnung und Mahnung in der Welt, das solch Leid nie wieder geschehen darf, nicht verloren gehen - ein eindringliches Plädoyer Eva Weyls.

 

Eindrucksvolles und anschauliches Material ließ die Schülerinnen zu bewegten Zeugen eines besonderen Lebens zu werden.

Schrecken und Todesangst bekam für die gespannten Anwesenden ein Gesicht!

DOCH - und das war Eva Weyl bei allem geschilderten Leid wichtig: Sie hat ihr Leben retten können, ihre Familie nicht verloren ...

 

Nach der Befreiung des KZ Westerbork durch kanadische Alliierte fasste sie mit ihrer Familie wieder Fuß im "normalen" Leben, genießt das "Glück" und strahlt diese Zuversicht, diese Lebensfreude auch mit 80 Jahren immer noch ungebrochen aus.

Eva Weyl möchte noch lange junge Menschen informieren und ihre Geschichte erzählen, um den Auftrag für Frieden und Völkerverständigung zu einer Aufgabe für ihre jungen Zuhörer zu machen.

Herr Lemkens dankte der beeindruckenden Niederländerin für ihren Besuch und den Lebensbericht und lud sie schon heute "für die kommenden 14 Jahre und mehr" zu solchen wichtigen Begegnungen wie in diesem Jahr ein.