Praktisch sozial - Sozialpraktikum: "Wir helfen gern!"

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Jedes Jahr, kurz vor den Sommerferien, laufen unsere 8er und 6 Kollegen zur Hochform auf: Sie erleben eine soziale Woche in einer sozialen Einrichtung der Region - ob bei alten Menschen oder ganz jungen mit individuellen Beeinträchtigungen, ob in Werkstätten mit Menschen mit Behinderungen oder bei der Tafel in unterschiedlichen Gemeinden - im "Tausch" gegen den Schulalltag.


Anspruchsvoll und fremd, Freude bereitend und Herz-erwärmend ... unsere Schülerinnen präsentierten ihre Erlebnisse und Erfahrungen nach 2 Tagen der Reflexionsarbeit in einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm vor ihren Mitschülerinnen und den Schülerinnen der Klasse 7. Diese erhalten somit nicht nur einen Einblick in den Auftrag zu sozialem Handeln, sondern letztlich das Sozialpraktikum übertragen, um im kommenden Schuljahr gleichsam engagiert ihre sozialen Kompetenzen einzusetzen.

Janika Peters (Kl. 8a), Leonie Heynen (Kl. 8b) und Jolina Hermsen (8c) führten wortgewandt und mit Überblick durch das abwechslungsreiche Programm:

So haben die Schülerinnen einer Gruppe, die 5 Tage in einer Alteneinrichtung verbracht haben, einen aufschlussreichen Film gedreht, sind selber in die Rolle der auf Hilfe Angewiesenen geschlüpft und haben die Welt und Begrenztheit der Senioren, gleichzeitig die Freude und Aufgeschlossenheit der Bewohner in Szene gesetzt - Applaus!

Zwei Gruppen setzten sich aus Schülerinnen zusammen, die mit den Kleinsten der Gesellschaft eine Woche erlebt haben und erkannten, dass Arbeit von Erzieherinnen in inklusiven Einrichtungen weit mehr bedeutet als nur Malen, Sandkasten und Kneten ... In ihrem Rollenspielen war das deutlich gemacht und auf den Punkt gebracht worden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und auch die Gefühle, die durch das Zusammensein mit den Kindern erlebbar wurden, fanden ihren Ausdruck - in Farben!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dass auch ohne Worte ganz viel "rübergebracht" werden kann, zeigte eine Gruppe, die im Tanz an einer behinderten Person einfach vorbeiging, bis endlich eine den Mut fand, sich der Alleingelassenen anzunehmen, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und damit die anderen wortlos aufzufordern, mit ihr zu gehen und gleichfalls Hand anzulegen und aktiv zu werden - und siehe da: die Gehandicapte richtet sich auf, Freude ist in ihren Augen sichtbar. Dieser Tanz beeindruckte das Publikum sehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach sechs abwechslungsreichen Beiträgen zeigten sich die Mitschülerinnen, die eingeladenen 7.Klässler, die betreuenden Kollegen, Herr Lemkens und Kaplan Rothe stark beeindruckt.

Um die besondere Arbeit besonders wertzuschätzen, erhielten sie persönliche Zertifikate, die die Klassensprecherinnen und Klassenleitungen nicht ohne Stolz entgegennahmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus der Startphase im April erhielten wiederum die künftigen Sozialpraktikantinnen der Klassen 7 ein Bild für ihren Klassenraum, das das gestaltete Kreuz des Projekttages auf der Fazenda da Esperanza zeigt. Nun seid ihr dran!

Den Abschluss bildete ein Segensgebet Kaplan Rothes, und ein gemeinsames Lied, von Frau Kamman und Herrn Menskes musikalisch begleitet, das alle gemeinsam sangen: "Manchmal feiern wir mitten am Tag ein Fest...."

Wie schön, dass die Schülerinnen bewusst bekannten: Wir helfen gerne! Das merkt man. Danke!!