Wider das Vergessen!

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Seit vielen Wochen, nach akribischen und aufregenden Recherchen entstanden und entstehen gestaltete Holzstelen in Erinnerung an jüdische Schicksale unter der deutschen Terrorherrschaft.

Eva Messmann und Laula Plassmann begleiten die Schülerinnen des 10er Wahlkurses Kunst - ein besondere Arbeit in einem besonderen Projekt.

 

Die erste von mehr als 10 Stelen stand im Mittelpunkt der Gedenkstunde im Xantener Rathaus. Nele Paetzold (10a) und Madeleine Emmerichs (10c) haben sie gestaltet und 4 Xantener Marienschülerinnen jüdischen Glaubens gewidmet. Sie fanden angemessene und sehr persönliche Worte für die 4 Mädchen und erläuterten den interessierten Zuhörern ihr Projekt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                     Kunst kann mehr sagen als viele Worte ....

 

 .... und sehr beeindrucken!

 

 

 

 

 

Bürgermeister Thomas Görtz sowie Jürgen Kappel von "Kirche und Leben", der die Gedenkstunde mit organisiert und initiiert hatten, blickten auf das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte und betonten die Pflicht, die Erinnerung zu wahren.

(Mahnende Worte "wider das Vergessen" fand Thomas Görtz.)

Unterstützt durch ihre Schülerinnen führte Eva Mesmann, sichtlich bewegt und verbunden mit der Künstlerin Laula Plassmann, die Zuhörer in Details der deutschen Geschichte und besonders der Xantener Juden, die unter Zwang und durch aggressive Diskriminierung schließlich ihre Heimat verlassen mussten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schließlich bewegte Schulleiter Michael Lemkens, unter ihnen u.a. Propst Klaus Wittke und Pfarrerin Ulrike Dahlhaus, Verteter der lokalen Politik, Schülerinnen und Kolleginnen der MSX und interessierte Bürgerinnen und Bürger, mit einem sehr persönlichen Zeugnis: Ein Tagebucheintrag einer Marienschülerin, Maren Bergmann, machte eindringlich bewusst, wie groß das Leid, die Angst, die Unmenschlichkeit in Auschwitz und im KZ Auschwitz-Birkenau gewesen sein muss und wie sehr die Erfahrung Jungendliche auch heute bewegt und motiviert, "wider das Vergessen" zu wirken.

Laula Plassmann hat - neben der wirkungsvollen Stele der Marienschülerinnen - ihre eigenen "Familienbilder" ausgestellt, (fiktive) Portraits ihrer jüdischen Vorfahren, die die Shoa nicht überlebten...

 

 

 

 

Am 27.1.2018 werden weitere Stelen aus dem Kunstprojekt im Rahmen der Erinnerung an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz (das momentan eine Schülerinnengruppe der MSX mit Herrn Heinemann und Frau Gehrmann besucht und hautnah erfährt) und anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus,, vorgestellt und werden erneut ihrem besonderen Auftrag gerecht!

NIE WIEDER!!